Die Geschichte des Mobiltelefons

Mobiltelefone sind heutzutage klein, leicht und ersetzen gleich mehrere Geräte auf einmal. Es ist kaum zu glauben, dass die heutzutage alltäglichen Gebrauchsgegenstände vor etwa zwei Jahrzehnten kaum verbreitet waren.

Vom Autotelefon zum Portable

Die ersten Versuche in Sachen Mobilfunk unternahmen unterschiedliche Hersteller bereits in den späten 50er Jahren mit Autotelefonen. Die Gespräche mit den Autotelefonen wurden damals noch per Hand vermittelt, weswegen der Preis für diese Telefone unglaublich hoch war. Das erste kommerzielle Mobiltelefon das weltweit vertrieben wurde, stellte im Jahr 1983 das amerikanische Unternehmen Motorola her. Als 1985 das analoge C-Netz eingeführt wurde, konnten die Telefone, aufgrund der Notwendigkeit geringerer Sendeleistung, schließlich verkleinert werden. Der Weg für die sogenannten Portables war somit erstmals geebnet. Diese Portables waren damals kleine Kästen mit Griff und Antenne, an die ein Hörer angeschlossen wurde. Motorola produzierte und vermarktete mit seinem Dynatac 8000x das erste kommerzielle Mobiltelefon.

Erstes Handy mit SMS Funktion

Den Siegeszug konnten die Mobiltelefone allerdings erst einige Jahre später antreten, als schließlich neue und auch digitale Mobilfunknetze eingeführt wurden. Dank der digitalen Technik konnten die Hersteller die Akkuleistung der Mobiltelefone um ein Vielfaches reduzieren. Somit wurde schließlich auch die Bauweise umgestellt. Das Resultat waren wesentlich kleinere, handlichere und auch leichtere Mobiltelefone. Auch in dieser Sache wurde Motorola Vorreiter. Das erste GMS fähige Handy wurde vom amerikanischen Unternehmen bereits 1993 vermarktet. Das besondere war, dass das Motorola Handy neben den Telefonaten auch Kurzmitteilungen, die sogenannten SMS, senden und empfangen konnte. Dies war erst mit dem neuen Netzstandard GMS möglich geworden.

Multimediafunktionen zur Jahrtausendwende

In den folgenden Jahren wurde immer mehr Wert auf die Multifunktionalität der Handys gelegt. Mobiltelefone sollten fortan nicht nur zum Telefonieren geeignet sein, sondern alle möglichen Anwendungen in sich vereinen. Die Entwickler legten ihr Hauptaugenmerk dabei, neben einer stetigen Verkleinerung der Handys, auf Multimedia Fähigkeiten. Rechtzeitig zur Jahrtausendwende waren bereits die ersten Handys mit Kamerafunktion verfügbar. Zu Beginn musste die Kamera noch an das Handy angesteckt werden, kurze Zeit später kamen jedoch die ersten Modelle mit integrierter Kamera in den Verkauf. Gleichzeitig wurde von den Netzbetreibern der MMS Dienst gestartet. Der MMS Dienst ermöglichte es zum ersten Mal Multimediamitteilungen mit hinzugefügten Tönen oder Bildern zu versenden.

Vom Handy zum Smartphone

Im 21. Jahrhundert ging die Entwicklung der Mobiltelefone ungebremst weiter. In den ersten Jahren des neuen Jahrtausends verfügten sie nicht nur über eine qualitativ hochwertige Kamera, sondern ersetzten auch den MP3 Player, verfügten über Videofunktionen und zum Teil auch über diverse Office Anwendungen. Nachdem vor einigen Jahren der UMTS Standard eingeführt wurde und somit eine höhere Datenübertragungsraten möglich waren, wurde die Funktionalität der Handys ein weiteres Mal stark erweitert. Das Internetsurfen und das Downloaden von Multimediainhalten war somit auch auf dem Mobiltelefon kein Problem mehr. Da der Netzstandard stetig ausgebaut wird und neue Updates zu erwarten sind, kann die Übertragungsrate immer weiter erhöht werden. Mobiltelefone sind mittlerweile zu Mehrzweckgeräten geworden, die über vielzählige multimediale Eigenschaften verfügen. Die Bezeichnung Handy wird den heutigen Geräten nicht mehr gerecht, weswegen die Multifunktionsgeräte einen neuen Namen bekamen: Smartphones. Auch in Zukunft kann man davon ausgehen, dass sich die Smartphones rasant weiterentwickeln.

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